Vereinschronik

Die Geburtsstunde
der KG „Rot-Weiß“ Genhülsen 1949 e.V.

 

Unsere Geschichte

 

Protokoll über die Versammlung, zwecks Gründung der Karnevalsgesellschaft „Rot-Weiß“ Genhülsen, am 28. September 1949, 20.00 Uhr, in der Gaststätte von Gertrud Schellhammer.
Interessenten hatten sich an diesem Abend zusammengefunden, um die Gründung einer Karnevalsgesellschaft zu erörtern, nachdem dieser Gedanke von den Dorfbewohnern Peter Tolls und Heinz Schiffers aufgegriffen worden war. In kurzen Zügen legte Heinz Schiffers sein Vorhaben vor, die anwesenden Interessenten stimmten diesem Vorschlag zu und beschlossen in der Session 1949/50 einen Anfang mit dem Genhülsener karnevalistischen Leben zu machen.
Die Wahl eines provisorischem Vorstands und der Mitgliedschaft ergab folgendes Bild:

Heinz Schiffers  1. Vorsitzender und Präsident
Willy Mötzel  2. Vorsitzender und Schriftführer
Peter Tolls
Hermann Tolls
Andreas Brosch
Josef Schellhammer
Hans Dickmann

Galt es doch nach den schrecklichen Kriegsjahren sich selbst und seine Mitmenschen auf andere Gedanken zu bringen. Die damalige Zeit spricht für sich, denn bereits acht Tage später, am 6. Oktober 1949, wurde die Karnevalsgesellschaft mit elf neuen Mitgliedern verstärkt. Zu dieser 1. Mitgliederversammlung, nach der Konstitution, waren zur Freude Aller, noch mehrere Herren erschienen. Der in Erwägung gezogezogene Vereinsname „Lot Jon“ wurde aus Konkurrenzgründen abgelehnt. Als Vereinsname wurde dann auf Vorschlag von Johann Dickmann Senior „Schöpp op“ einstimmig angenommen. Erst später wurde bekannt, dass schon seit Jahren eine gleichnamige Gesellschaft in Mönchengladbach aktiv ist. Eine Änderung der Satzung war somit erforderlich und ein neuer Name wurde schnell gefunden:

 

Karnevals-Gesellschaft „Rot-Weiß“ Genhülsen

 

Im Laufe der Versammlung wurde der Elferrat, unter dem Präsidium von Heinz Schiffers, wie nachfolgend und einschließlich der Ersatzleute ge-wählt und  benannt:

 

Peter Tolls   Dr. Birk Ressort: Gesundheitsminister
Heinrich Tolls    Verkehrsminister
Andreas Brosch  Minister für heitere Klänge
Gottfried Küppers  Herz -Referent
Johann Dickmanns  Wohlfahrtsminister
Karl Tolls   Minister für höhere Angelegenheiten
Josef Huth   Wiederaufbau-Minister
Hans Dickmanns  Oberhof-Friseur, Verschönerungsminister
Gerd Borgs   Minister für Spielhöllen
Johann Bohnen  Minister für feuchte Angelegenheiten
Willy Schröder  Minister zum Schutz für Wild und Wald
Heinrich Küppers  Minister für schnelle Sachen
Willy Klingen   Hoppeditz
Hermann Bohnen  Kassierer – Finanzminister

 

Bei der 1. Jahreshauptversammlung, am 1. März 1950, bekam die KG einen ordnungsmäßigen Vorstand, der einstimmig gewählt wurde. Vorsitzender wurde Paul Schiffers, weiter steht im Protokoll, dass der neue Vereinsname „Rot-Weiß“ Genhülsen heißt und eine lange Lebensdauer haben und zur versöhnenden Dorfverständigung beitragen soll. Auch nach 66 Jahren stehen wir Mitglieder zu diesem Beschluss und es gilt, heute wie damals, für alle Genhülsener Karnevalisten, das Brauchtum zu pflegen. Das Genhülsener Original Gottfried Küppers wurde Jahre später 1. Vorsitzender und nach vielen verdienstvollen Jahren von den Mitgliedern der KG „Rot-Weiß“ Genhülsen, zum Ehrenvorsitzender auf Lebenszeit gewählt. Mit dem 11.11. fiel im Gründerjahr 1949 der Startschuss für eine zunächst behelfsmäßige aber geglückte Sitzung, die allen Aktiven die Gewissheit gab, dass so weiter gemacht werden musste. Insgesamt waren die Räumlichkeiten des Vereinslokals im ersten Jahr tatsächlich fünf Mal bei Sitzungen ausverkauft. Im Laufe der Zeit schälten sich aus den eigenen Reihen erstklassige Büttenredner heraus und der Präsident belohnte sie mit Orden. Weil in den Anfängerjahren für Sitzungen fast ausschließlich Redner aus den eigenen Reihen zu Wort kamen, wurde das Dorfgeschehen um St. Matthias Günhoven, den zahlreichen Besuchern in einer humorvolleren Weise vorgetragen. So zum Beispiel, warum das Bier bei Rissdorf besser schmeckt als bei Möllisch?. Oder wie es war, als in Genhülsen ein bekannter Bauer schwarz geschlachtet hatte und seine Nachbarn den betreffenden hinter vorgehaltener Hand fragten: „Hast du schwarz geschlachtet?“. Wie aus der Pistole geschossen antwortete der Bauer, nein das war ein weißes Tier. In so manchen Sketchen konnte man sich selbst, einen Nachbarn oder Bekannte wieder erkennen und herzlich darüber lachen. Lachen und lustig sein, für ein paar Stunden den Stress vor der Türe lassen, mit Freunden feiern und neue Kraft sammeln für die Zeit zwischen Aschermittwoch und dem Elften im Elften, dies gilt heute so wie vor sechsundsechzig Jahren.
Die KG „Rot-Weiß“ Genhülsen besitzt nicht nur „Narren“, sondern auch „Närrinnen“, die sich sehr aktiv am Gesellschaftsgeschehen beteiligen. Schon jahrelang führen unsere Frauen einen Hausfrauennachmittag mit eigenem Elferrat und ausgesuchten Künstlern und von der Damenwelt sehr gut angenommen durch.
Der Höhepunkt der Session 1981/1982 sollte in der 33-jährigen Vereinsgeschichte, der 23. Januar 1982 werden. An diesem Tage hatte die Gesellschaft ihre erste große Jubiläumssitzung in Rheindahlen. Namhafte Künstler begeisterten mit Ihren humorgeladenen Vorträgen und Tanzeinlagen das Publikum.
Rosenmontag 1984: Ein großer Tag in der Vereinsgeschichte der KG „Rot-Weiß“ Genhülsen. Wir haben den ersten eigenen Veedelszug in der Honschaft Genhülsen. Von jetzt an wurde der Veedelszug zur ständigen Einrichtung. Am Veilchendienstag, dem 3. März. 1987, war es soweit. Unter dem Sessionsmotto
„Manege  frei  der Jeckerei“.  Zum ersten Mal sind  wir beim  großen  Veilchendienstagszug in  Mönchenglad-bach dabei und die KG  präsentierte  sich  mit  einem selbst gebauten Karnevalswagen. Wer die jubelnden und schunkelnden Menschen am Straßenrand erlebte, der wird den karnevalistischen Höhepunkt nie mehr vergessen und dabei schlägt so manches Herz im Karnevalstakt, denn so ist Karneval einfach nur schöööööön!!! In der Jahreshauptversammlung werden die Weichen für die Zukunft neu gestellt. Die KG bekommt eine neue Satzung, die dem Zeitgeist und dem Sinn und Zweck unsers Vereins entspricht. Am 4. September 1987 wird die KG „Rot-Weiß“ Genhülsen zum eingetragenen Verein. Von nun an dürfen wir uns KG „Rot-Weiß“ Genhülsen 1949 e.V. nennen.
Im Jahre 1988 strebt die KG zu neuen Ufern, gefolgt von unserem treuen Publikum ziehen wir mit der Gala-Prunk-Sitzung in die Rheydter Stadthalle. Dank und nicht zuletzt mit unserem Publikumm schafften wir das nicht für möglich Gehaltene, der große Saal, mit neuer Bühnendekoration festlich geschmückt und war bis hinauf zum Olymp, mit strahlenden Gästen gefüllt. Ihnen wird an diesem Abend eine wahre Supergala  geboten.  Deshalb wagte der Vorstand einen weiteren Schritt nach vorne und feierte 1990 zum ersten Mal „Altweiber“ mit den Genhülsener Bürgern im beheizten Festzelt in Günhoven an der Kirche. Unsere Pfarre, St. Matthias Günhoven, stellte uns in lobenswerter Weise das Kirchengelände zur Verfügung, sodass wir am Altweiberdonnerstag 56 Möhnen beim Möhnenball begrüßen konnten. Karnevalsamstag wurde zur Karne-valsfete im Zelt eingeladen und das ganze Dorf war anwesend. Am Rosenmontag 1990 sollte zum ersten Mal der Veedelszug durch die ganze Pfarrgemeinde Günhoven, Voosen und Genhülsen ziehen. Der Zug wurde aber buchstäblich von Orkan „Wibke“ zerschlagen und wurde kurzfristig, aus Sicherheitsgründen, abgesagt.

Im Jahre 1991, genauer gesagt am 13. Januar, wurde von der KG die erste Herrensitzung durchgeführt. Bis zu dieser Zeit wurden im Rheindahlener Raum keine Sitzungen nur für Herren abgehalten. Eine Herrensitzung mit ins Programm zu nehmen, gab uns Recht, die Sitzung wurde von den Männern mit Erfolg angenommen. Somit waren wir an unsere Grenzen angekommen, was Veranstaltungen betrifft. Aber da war noch unser Vorhaben,  der  Veedelszug.  Aufgeschoben  ist nicht aufgehoben und so wollten wir 1991 den zweiten Anlauf wagen. Es war soweit alles geplant, da machte uns der Golfkrieg  einen  Strich durch  die  Rechnung, denn alle Aussenveranstalltungen wurden bundesweit abgesagt. Erst im dritten Anlauf gelingt es, wir schreiben das Jahr 1992, als der erste Veedelszug durch die Straßen von Günhoven, Voosen und Genhülsen zieht. Mit Motivwagen, dem Prinzenprunkwagen samt dem Kinderprinzenpaar und seinem Gefolge und der KG „Potz op“ Rheindahlen.
Mit dem 8. Februar 1992 gab es eine weitere Fortentwicklung der KG „Rot-Weiß“ Genhülsen 1949 e.V. An diesem Abend erfolgte bei  der  5. Gala-Prunk-Sitzung in der Rheydter Stadthalle die Premiere der neugegründeten 1. Tanzgarde der KG. Um 20.20 Uhr betraten ein Solomariechen, 2 Tanzoffiziere und neun hübsche Mädchen in rot-weißer Uniform die Bühne, um ihren ersten  Gardetanz vor ausverkauftem Haus zu zeigen, was sie bei nur dreimonatiger Einstudierung in der Tanzschule gernt hatten. Sie  übertrafen  alle  Erwartungen und sind fortan aus unserem Programm nicht mehr wegzudenken.
In der Vereinschronik steht nachzulesen, warum die Gesellschaft als Wappenmotiv ein Narrenschiff hat. Bei allen ihren Ausflügen die sie unternahmen, zog es sie immer wieder ans Wasser. Sei es zur Eifel an die Rurtalsperre, oder Mayschoß an der Ahr. Selbst der Vater Rhein blieb von uns nicht verschont, er wurde sogar mehrmals angesteuert. Auch eine Tour nach Schloss Burg an der Wupper wurde gemacht, ja selbst unsere heimische Niers wurde per Fahrrad ausgiebig erkundet. Wenn eine Gesellschaft mit so vielen Gewässern in Verbindung kommt, dann ist es wohl nicht ungewöhnlich, dass auf dem Wappen nur ein Narrenschiff in Frage kommt. Das Wappensymbol war schließlich im Jahr 1994 die Grundidee für den Bau eines Gesellschafts-

wagens. Gingen zunächst auch viele Stunden nur mit Berechnungen und der Planung dahin, ohne etwas Konkretes erkennen zu können, so änderte sich das schlagartig, als das Vorhaben auf einer Monats-

versammlung den Mitgliedern in Form eines Modells vorgestellt wurde. Auch dank emsiger Mitglieder war ein Sponsor für das Holzmaterial schnell gefunden. Der nächste Schritt galt zunächst einmal dem Kauf eines neuen Anhängers, der alle Normen des TÜV entsprach. Der Wagen war schnell gefunden und gekauft. Nach mehr als 800 Stunden Arbeit war das Werk vollbracht. Pünktlich am 11.11.1994 um 11.11 Uhr wurde das Narrenschiff in einer Feierstunde der Presse und der Öffentlichkeit vorgestellt. Im Rahmen der Feierlichkeit wurde auch die Schiffstaufe vollzogen. Das Flaggschiff der KG „Rot-Weiß“ Genhülsen 1949 e.V. erhält den stolzen Namen: MS „Santa  Genhülsia“.
Die vollbrachte Leistung und ihr Ergebnis sind nicht zu übersehen. Damit das überlange Gefährt mit einer geringen Bodenfreiheit bei Straßenunebenheiten nicht beschädigt wird, wurden zum Schutz am hinteren, unteren Ende, vier drehbare Panzerrollen eingebaut, die ein Gewicht von 40t tragen können.

Technische Daten der „Santa  Genhülsia“

Länge des Schiffes – Maße über alles 12,85 m
Höhe des Schiffes – ohne Segelmaste 3,90 m
Höhe des Schiffes – mit Segelmaste 5,80 m
Breite des Schiffes 2,80 m
Verbaute Eisenstangen 482,50 m
Verbaute Elektrokabel 520 m
Verbaute Holzbohlen 397,50 m
Verbrauchte Farben 180 L

 

Für die musikalische Unterhaltung sorgt unterhalb der Brücke eine 100 Watt Musikanlage, die ebenso wie die gesamte Beleuchtung des Schiffes, von einem 220 Volt starken Stromerzeuger bedient wird.
Diejenigen, die bei der Jungfernfahrt der „MS Santa Genhülsia“ in Rheindahlen dabei waren, denken heute noch mit Schrecken daran, was in den engen Straßen hätte passieren können. Die Straßenbiegungen erwiesen sich mehr als eng, aber jede noch so enge Kurve wurde von unserem Traktorfahrer, Franz-Josef Gerads, gekonnt gemeistert.
In den darauffolgenden Jahren wurde immer deutlicher, dass sich inner-halb der KG zwei Lager gebildet hatten. Die einen aus dem Ort Genhülsen, die anderen aus dem Umfeld von Genhülsen. Dies trug dazu bei, dass es immer öfter zu Unstimmigkeiten in der Gesellschaft kam. Ein  großer Verlust für die KG entstand, als innerhalb von zwei Jahren viele alt eingesessene Karnevalisten dem Verein den Rücken kehrten. Nur wer geglaubt hatte, dass nun Ruhe einkehren würde, musste sich eines Besseren belehren lassen. In der Session 1999/2000, was zu diesem Zeitpunkt noch keiner wusste, sollten die letzten Veranstaltungen unter der Regie von Hans-Adolf Heinen und Heinz-Willi Effern stattfinden.
Am 22.08.2000 sowie am 16.09.2000 schieden zwei große Karnevalisten aus der KG aus. Beide hatten über Jahre hinweg, viel für den Verein geleistet. Ein großes Entsetzen machte sich unter den Mitgliedern breit und man stand vor der Entscheidung, den Verein aufzulösen. Ein junger Karnevalist berief für den 14.10.2000 eine außerordentliche Versammlung ein. Marcus Sentis schlug den Mitgliedern vor, das schwere Amt als Vorsitzender und Sitzungspräsident zu übernehmen, insofern alle damit einverstanden wären. Die Beweggründe die er vorbrachte, im Wortlaut: „Dass so eine Gesellschaft nicht einfach aufgelöst werden darf, die über Jahre hinweg so viel für das Brauchtum getan hat“. Diese Worte überzeugten die Mitglieder und so wurde Marcus Sentis im Oktober 2000 zum neuen Vorsitzenden und Sitzungspräsidenten gewählt. Der Neue Kapitän der „Santa Genhülsia“ beschloss mit den Mitgliedern, zum Bedauern vieler Gönner und Freunde der KG „Rot-Weiß“ Genhülsen, in der Session 2000/2001 keine Saalveranstaltungen durchzuführen, sondern nur

an den Umzügen teilzunehmen. Diese Umzüge genossen die Mitglieder und man fand wieder zueinander und die Harmonie untereinander war wieder hergestellt. Man beschloss in der Session 2001/2002 wieder Saalver-anstaltungen anzubieten, mit einer Damen und Herrensitzung.
Der 26. Januar 2002 wurde zum Debüt des neuen Kapitäns der KG „Rot-Weiß“ Genhülsen 1949 e.V., was er als unerfahrener Jeck bei der Damensitzung auf der Bühne mit Bravur meisterte. Fortan sollten, wie es das Publikum gewohnt war, die Veranstaltungen in jeder Session wieder zum Höhepunkt aller Jecken werden.
Innerhalb der Gesellschaft wurde das Miteinander wieder groß geschrieben. Ein großer Gewinn war die neue Trainerin, Liane Mißpelbaum, die in der Session 2000/2001 zur KG gestoßen war und von diesem Zeitpunkt an die Tanzgarde mit frischem Wind belebte, was man bei den Auftritten deutlich erkennen konnte. Ein Versuch wurde unternommen, Vatertag  gemeinsam mit den Genhülsener zu feiern. Leider war die Resonanz gleich Null, was der Stimmung unter den Mitgliedern aber keinen Abbruch tat.
2003  wurde  eine neue Tanzgarde geboren, die schon in ihrer 1. Session zeigte, was man von ihr noch alles erwarten kann. 14 Mädchen im Alter von 6 bis 12 Jahren gaben zu der Zeit ihr Bestes und hatten sehr viel Spaß bei  ihren  Proben und Auftritten. Dass war  vor  allen  ein Verdienst unserer Trainerin Liane und Betreuerin Ilona. Zur Session 2003/2004 wurde auch wieder ein Hoppeditzerwachen im Haus Dahlen angeboten, die Resonanz war überschaubar. Das sollte sich in den darauf folgenden Jahren ändern. Heute ist diese Veranstaltung ein fester Bestandteil im Kalender aller Karnevalsgesellschaften in der Region. Zur Session 2004/ 2005 wurde gemeinsam mit den Karnevalsgesellschaften „Potz Op“ und den „Mennrather Sankhasen“ zum ersten Mal ein karnevalistisches Biwak geplant und durchgeführt und zwar auf dem Kirchenvorplatz in Rheindahlen und seit 4 Jahren im Schulzentrum Rheindahlen in der Aula. Am 1. April 2006 wurde bei Generalversammlung über die Sanierung unseres Schiffes diskutiert, mit dem Ergebnis, dass ab Mai 2006 die „Santa Genhülsia“ einer Generalüberholung unterzogen werde und spätesten im Dezember der Umbau abgeschlossen sein soll. Das haute nicht ganz hin, durch diverse Planänderungen brauchten wir bis Ende Januar 2007. Pünktlich zur TÜV-Abnahme glänzte unser Schiff im neuen Glanz. Tulpensonntag traf sich unsere Gesellschaft früh morgens zur Schiffstaufe bei Bauer Franz Gerads in Genhülsen, der für uns schon seit Jahren unsere „Santa Genhülsia“ mit seinem Traktor durch die Straßen in Rheindahlen fährt. Franz, noch einmal ein ganz großes Dankeschön an dich! Helmut Beyers von der CDU in Rheindahlen, taufte dann unser Schiff auf den Namen „Santa Genhülsia II“. Petrus hatte anscheinend soviel Spaß an der Schiffstaufe, dass  er derSonne befahl: Sich zur Jungfernfahrt  der „Santa-Genhülsia II“ von der besten Seite zu zeigen.
Unsere  Veranstaltungen in Haus Dahlen wurden immer beliebter und durch die neuen Hallen- und Brand-schutzbestimmungen im Jahre 2009 brauchten wir größere Räumlichkeiten. Diese fanden wir im Schulzentrum Rheindahlen, in der Aula. Bei der Generalversammlung 2008 gaben Marcus und Ilona Sentis bekannt, dass sie sich beim MKV für das Stadt-Prinzenpaar der Session 2008/2009 beworben hatten. Die Freude war riesen-groß und alle drückten den beiden die Daumen, dass ihr Traum in Erfüllung geht. Ende April war es soweit, der MKV verkündete, dass die  KG „Rot-Weiß“ Genhülsen 1949 e.V. zum ersten Mal in ihrer 58-jährigen  Vereinsgeschichte  das  Stadt-Prinzenpaar stellen wird. Für Marcus und Ilona wurde ein Traum war und am 21. Juni 2008 wurde das neue Prinzenpaar beim traditionellen Hoffest des MKV der Presse vorgestellt. Die Session 2008/2009 verging wie im Fluge. Musste doch alles neu für die Saalveranstaltungen  geplant  werden, wie wird die Bühnendekoration, passt der Elferrat, werden alle Hallenverordnungen eingehalten und so weiter und so fort, am Ende passte alles. Das Hoppeditzerwachen war die erste Herausforderung von Manfred Krapohl, die er mit der freundlichen Unterstützung von Thomas Stefan, Präsident der KG „Mennrather Sankhase“ im gut gefüllten Haus Dahlen bewältigte. Im Januar 2009 war es dann soweit. Prinz Marcus I. und Prinzessin Niersia Ilona wurden in der Kaiser-Friedrich-Halle offiziell zum Prinzenpaar der Stadt

Mönchengladbach gekürt.
Der absolute Höhepunkt war der Besuch unseres Prinzenpaars in der Aula auf der eigenen Damensitzung, am 14. Februar 2009. Unter dem frenetischen  Beifall von 500 Damen brauchte das Prinzenpaar 15 Minuten, bis sie mit dem Hofstaat die Bühne erreichten. Hans Schäfer (von den Gelb-Blauen Funken, der Garde des Oberbürgermeisters) führte an diesem Abend durchs Programm. Von der Gesellschaft bekamen sie ein per-sönliches Geschenk übereicht, ein Ölgemälde, wo das Prinzenpaar am Alten Markt, neben der Münsterkirche, beim Veilchendienstagszug zu sehen war. Leider konnten Prinz Marcus und Prinzessin Ilona nicht den ganzen Abend bleiben, was das Prinzenpaar sehr bedauerte. So ging  eine ereignisreiche Session zu Ende.
Nur ein Jahr später wurde das nächste Projekt in die Hand genommen. Nach 60 Jahren ist auch die beste Dekoration für den Elferrat verbraucht. Man traf sich mit einem Tischler und plante eine neue Dekoration. Nach vier Wochen war die neue Dekoration fertiggestellt, bestehend aus drei Tischen und 4 Platten, die man miteinander verbinden kann, sodass man auf eine Länge von 6 Metern kommt. Ein Maler, der das richtige Motiv in Handarbeit aufmalt wurde gesucht und gefunden. Es gibt in Mönchengladbach keinen besseren als Willi Wirtz aus Neuwerk, der schon viele Bühnenbilder für Vereine erstellt hatt sowie viele Kirchenbilder in der Region um Mönchengladbach. Er malte ein Schiff mit bunten karnevalistischen Motiven.
Ein Hauptmerkmal legen wir auf unsere Jugend, haben wir doch 2003 mit einer kleinen Garde den Neustart gewagt, so haben wir heute 18 Mitglieder in der Tanzgarde. Sie ist auch unser ganzer Stolz. Der Saalkarneval hat sich in den letzten 15 Jahren geändert. Dem haben  wir uns angepasst ohne das traditionelle zu Verlieren. Leider haben auch wir mit dem Nachwuchs zu kämpfen, alle wollen Karneval feiern und leben, aber keiner ist mehr bereit etwas dafür zu tun. Das wollen und müssen wir im Interesse des rheinischen Winterbrauchtums ändern.